„Ihr seid wertvoll – nicht erst heute, sondern schon immer“, mit diesen Worten entließ Schulleiter Patric Siemens die 45 Absolventen der Christlichen Schule Hochrhein (CSH) in Waldshut. 44 haben nun ihren Realschulabschluss in der Tasche, eine Absolventin den Hauptschulabschluss. Die Durchschnittsgesamtnote des Jahrgangs war 2,6. Jahrgangsbeste mit einem Notenschnitt von jeweils 1,7 waren Hanna Hornig und Daniel Schröder.
„Hoffnung, die trägt – Ich weiß, dass mein Erlöser lebt“, lautet das Schuljahresmotto der CSH. Laut Siemens sei Hoffnung, die trägt Vertrauen, Mut und Sinn. „Hoffnung ist ein Anker, der uns hält, wenn das Leben stürmisch wird“, ergänzte Siemens. Er ermunterte die Schüler, ihren Weg zu gehen und an das zu glauben, was in ihnen steckt. „Findet heraus, was Gott in Euch hineingelegt hat. Habt den Mut zu träumen und den Willen, dranzubleiben.“
Durch den Abend begleiteten die beiden Moderatoren Jeremy López Yau und Leandro Calcara. Die Feier begann mit dem Einlaufen der Schüler in einzelnen Gruppen zu ausgewählten Liedern. Anschließend kommentierten die Schülerinnen Yara Seitz und Yasmin Richter eine Bildergalerie mit besonderen Momenten der Schullaufbahn und ordneten die einzelnen Erlebnisse ein, darunter zum Beispiel der Ausflug der jetzigen Absolventen nach Straßburg oder die Abschlussfahrt nach Berlin.
Nach der Bildershow sprachen die beiden Klassensprecher, Selina Berisha (10 a) und Sebastian Günther (10 b). „Wir haben unser Zeugnis in der Hand und das ist verrückt. Ohne unsere Lehrer wären wir nicht hier und ohne die verschiedenen Lehrertypen wäre es nur halb so spannend gewesen“, sagte Selina Berisha und ergänzte: „Wir gehen mit Erinnerungen, Freundschaften und Momenten im Gepäck.“
Diese Erinnerungen sprach auch Schulleiter Patric Siemens in seiner Rede an, denn er griff die Frage auf, was bleibt: „Die Erinnerungen hängen nicht an Noten. Sie hängen an Menschen.“ Neben Erinnerungen bleiben auch Werte wie Respekt, Hilfsbereitschaft, Freundlichkeit und Zusammenhalt. Er spricht von der erlebten Gemeinschaft, die Schüler und Lehrer geprägt habe. Klassensprecher Sebastian Günther sagte: „Wir haben es geschafft. Ich bin dankbar für die Zeit – nicht auf das, was wir geschafft haben, sondern mit wem. Die Schule war wie ein zweites Zuhause und die Klasse eine zweite Familie. Ich bin dankbar für die Zeit, aber nun ist es Zeit, dieses Kapitel zu schließen. „
Kurzgeschichte und munteres Quiz
Nach dem Segenslied von Christian Kütemeier hatten die beiden Klassenlehrer Benja Bronkalet und Christian Fehlberg etwas vorbereitet. Während Benja Bronkalet eine amüsante Kurzgeschichte erzählte, in der er die Nachnamen der Schüler seiner Klasse, der 10 a, unterbrachte, entschied sich Christian Fehlberg für ein Quiz. In diesem griff er Momente der gemeinsamen Zeit auf und forderte die Schüler auf, die Fragen richtig zu beantworten. Die Lehrer Franziska Schöppner und Jonas Katz mussten in einem Spiel erraten, welcher Lehrer oder Schüler sich hinter einem Kinderbild verbarg, was ihnen mal mehr und mal weniger gut gelang.
Moderator Jeremy López Yau sagte zum Abschluss: „Fünf Jahre, gefühlt hatten wir gestern noch Schulbeginn, und heute sitzen wir hier. Manche mit Ehrenurkunden und manche mit sehr viel Humor, aber alle mit ganz vielen schönen Erinnerungen.“ Leandro Calcara ergänzte: „Wir gehen jetzt in unterschiedliche Richtungen, aber dieser Abend und diese Zeit nimmt uns keiner.“ Zusammen sagten die beiden Schüler: „Danke für alles und viel Glück für das, was noch kommt.“
Nach der Abschlussfeier ging es für die Schüler, ihre Familien und die Lehrer auf den Schulhof der CSH. Nach Gruppenfotos und Einzelbildern führten die Schüler noch einen Tanz für ihre Gäste auf. Zum Abschluss kam es zu einem Line-Dance, bei dem alle Teilnehmer des Abends in Aktion traten.