28. September 2026

Richtfest an der CSH: Der zweite Erweiterungsbau hat seinen Richtbaum

Am 25. September hat die CSH in Waldshut Richtfest für ihren zweiten Erweiterungsbau gefeiert. Neben Vertretern der beteiligten Handwerksfirmen waren auch zahlreiche Mitarbeitende aus dem Kollegium gekommen.

Geschäftsführer Karl-Heinz Rudishauser begrüßte die Gäste und blickte auf die Entstehung des Projekts zurück. Der Trägerverein habe sich die Entscheidung nicht leicht gemacht. Die Planung sei immer wieder geprüft worden, bevor der Verein zugestimmt habe. Auch mit Schulleiter Patric Siemens habe er sich eng abgestimmt und gefragt, ob die Schule dieses Vorhaben gemeinsam schaffen könne. Mit dieser Zusage und im Vertrauen auf Gott habe man schließlich mit dem Bau begonnen.

Für Patric Siemens ist das Richtfest ein besonderer Moment. Den ersten Erweiterungsbau, die Turnhalle mit den darauf gesetzten Klassenzimmern, hat er bereits als Lehrer miterlebt. Den zweiten begleitet er nun als Schulleiter, und das erlebe er noch einmal intensiver und mit großer Erwartung.

Dass der Neubau dringend gebraucht wird, machte Siemens deutlich. Die CSH ist in den vergangenen Jahren gewachsen, und mit der Schülerzahl sind auch die Anforderungen an die Räume gestiegen. Es fehlen vor allem moderne Fachräume, zusätzliche Klassenzimmer sowie Büro- und Arbeitsräume. Noch prägen offene Wände, Leitungen und Baumaterial das Bild. Siemens beschrieb aber schon, wie es hier bald aussehen soll: Schülerinnen und Schüler lernen und entdecken, Lehrkräfte unterrichten in zeitgemäß ausgestatteten Räumen, Menschen begegnen sich und entwickeln gemeinsam neue Ideen.

Sein Dank galt zunächst Vorstand und Aufsichtsrat. Sie hätten an die CSH und an den Standort Waldshut geglaubt und seien bereit gewesen, mutige Entscheidungen zu treffen. Siemens verwies dabei auf das aktuelle Schuljahresmotto „Mutig glauben. Mutig handeln.“ Ein Bauvorhaben dieser Größe sei nicht selbstverständlich und verlange Weitsicht und die Bereitschaft, heute Entscheidungen für die Zukunft zu treffen. Ebenso dankte er den Architekten und Planern, den Bauverantwortlichen, den Handwerkern und allen Mitarbeitenden der beteiligten Firmen für ihre Arbeit, ihr Fachwissen und ihre Sorgfalt.

Zugleich erinnerte Siemens daran, dass sich nicht alles planen und absichern lässt. Als christliche Schule wisse man sich auf Gottes Bewahrung angewiesen. Mit dem Vers „Befiehl dem HERRN deine Werke, so wird dein Vorhaben gelingen“ (Sprüche 16,3) vertraute er den Bau Gott an. Die Schulgemeinschaft betet weiter für Schutz auf der Baustelle, für alle Beteiligten und für Weisheit bei den anstehenden Entscheidungen.

Richtspruch vom Dach

Anschließend stiegen die Zimmerleute von Holzbau Wassmer aufs Gebäude und befestigten den Richtbaum. Zimmerergeselle Fabian Wassmer trug den Richtspruch vor, der eigens für die CSH verfasst worden war. In Reimen erzählte er von der Raumnot in Waldshut, von der Idee eines Anbaus und davon, dass die Schulleitung „schon für genügend Moos“ sorge. Er würdigte Architekt, Tiefbauer und Maurer und schilderte mit einem Augenzwinkern die Mühen der Zimmerleute: schmerzende Rücken vom Sägen und ein vom Schweiß durchnässter Kittel.

Auf den traditionellen Segenswunsch „Gott schütze dieses neue Schulhaus und alle, die da gehen ein und aus“ folgte ein Blick auf den künftigen Schulalltag. Wo heute noch Handwerker fluchen, werde man bald nach Ausreden suchen, etwa dass der Hund die Hausaufgabe gefressen habe. Das Dach möge deshalb nicht nur vor Feuer und Wasserschaden schützen, sondern auch bei der nächsten Prüfung helfen.

Mit einem Glas Wein stieß Wassmer auf den Bauherrn, den Architekten und alle Meister, Gesellen und Helfer an. Dann warf er, wie es der Brauch verlangt, das geleerte Glas vom Dach, damit die Scherben der Schule Glück und Segen bringen. Mit einem dreifachen „Hoch!“ endete der Richtspruch.

Würstchen, Kartoffelsalat und ein Blick in den Rohbau

Nach dem offiziellen Teil kamen Handwerker, Kollegium und Gäste bei Würstchen und Kartoffelsalat ins Gespräch. Wer wollte, konnte den Rohbau besichtigen und sich einen ersten Eindruck von den künftigen Räumen verschaffen.

Als Nächstes folgt der Innenausbau. Die Einweihung ist für Ende 2027 geplant.