Bereits sechs Stipendien und 1500 Euro!
24. Mai 2019

Bildung ermöglichen, Stipendien einrichten

Das war ein bewegendes Bild für alle: Am Ende des Romaforums auf der Bühne soviele Menschen zu sehen, die sich dafür stark machen, dass weniger Privilegierte Bildung erhalten. Solchen, deren Schulbildung kaum über die Grundschulzeit hinausgeht. Neben der Hauptakteurin Lehrerin Mirjana Petric, die seit 2014 dafür sorgt, dass Eltern, Lehrer und Schüler jährlich hunderte von Weihnachtspäckchen oder Kleider in das Roma-Dorf Strmec versenden, standen auch weitere, neue Personen Pate für ein Projekt, das viel Ehrenamt bindet und begeistert. 

Daniel Strauß, Vorsitzender des Verbandes Deutscher Sinti und Roma überbrachte die Zusage für eine erste Tranche von 1500 Euro. "Das Stipendium ist ein beispielhaftes und beeindruckendes Engagement," betonte er. Klaus Binkert von der Binkert GmbH sagte zu, bei weiteren Aufenthalten anzupacken und an Sanitäranlagen zu arbeiten. Zwei Pädagoginnen wollen einen Gebetskreis dazu begleiten und  Wieland Bopp Hartwig, evangelischer Pfarrer in Waldshut begründete, warum Geben für einen Christen selbstverständlich ist. Kai Oldenburg übernahm die Moderation zur Podiumsdiskussion und klärte, was nachhaltiges Helfen bedeutet. Es dient beiden Seiten, dem der gibt und dem der nimmt. An vier Ständen konnten Gäste des Abends sich informieren und für sich klären, inwieweit sie einen Beitrag leisten möchten: anpacken, beten, Zeit oder Geld spenden. 

Die Menschen, um die es geht, waren die wichtigsten Gäste des Abends. Dusan Ignaz, der Hausmeister der Partnerschule als auch Durdica Garvanovic-Porobija, die Rektorin standen gemeinsam mit Schülern im Zentrum des Abends. Sie seien, so im Nachgang des Abends, von der Gastfreundschaft und der Liebe der Gastgeber sehr berührt gewesen. 

Ziel der weiterführenden Schule ist es, die potentiellen Stipendiatinnen und Stipendiaten als Krankenpfleger, Krankenschwestern und Physiotherapeuten auszubilden und ihnen so in Kroatione eine konkrete Zukunft zu sichern. Drei Schüler aus Marusevec konnten bereits davon erzählen, wie lebensverändernd die Unterstützung für sie war und wovon sie träumen. Schüler Zeljko Orsos sagt: "Seit ich Unterstützung erhalte, weiß ich, dass ich es durchziehen werde. Ich kann es schaffen!" Er möchte später gerne als Krankenpfleger dazu beitragen, dass es Menschen in seinem Land besser geht.