"Ich konnte etwas bewirken!“
17. Oktober 2018

Mirjana Rückblick

Mirjana Petric war 16 Jahre Beratungslehrerin an der CSH

(geb) „Könntest du bitte mit dem Schüler reden? Er ist so schwierig und ich komme irgendwie nicht weiter." Immer wieder wurde Mirjana Petric das gefragt und sie hat gerne Verantwortung übernommen. So kam es, dass sie sich zur Beratungslehrerin ausbilden ließ und Fortbildungen zu Franz Hilt, der sich unter anderem mit schulischer Konfliktkultur auseinandersetzte, erwarb. Es ist einfach das Interesse und die Lust am Wohlergehen der Schüler, die Mirjana Petric bewogen haben, neben Biologie, BNT (Biologie, Naturphänomene und Technik) und AES noch beratend tätig zu sein. Insgesamt 10 Jahre setzte sie sich zunächst ehrenamtlich für Schüler der CSH ein. Die letzten fünf Jahre schließlich wurde ihr Engagement mit Deputatsstunden kompensiert und so baute sie die Präventionsarbeit an der CSH auf. Da gab es zu tun: Telefonate mit Eltern, Teilnahme an (schwierigen) Elterngesprächen, Klassenmoderationen oder Supervision für Kolleginnen und Kollegen.

Wochenenden immer belegt

Einerseits ist Mirjana Petric traurig darüber, dass diese wertvolle Arbeit mit der Einstellung der Sozialarbeiterin Saskia Breidenbach beendet ist. Andererseits jedoch hatte sie zwischen den Unterrichtsstunden fast nie Pause. Da klopfte es an der Tür und jemand wollte ein Gespräch. Da gab es Lehrerkollegen, die sich austauschen wollten. Auch die Samstage oder Wochenenden waren meistens mit Elterngesprächen belegt. Dass Schülerinnen und Schüler manchmal so früh soviel Leid erfahren müssen, hat sie häufig bewegt und auch betroffen gemacht. Schwierig war auch, darüber nicht mit anderen sprechen zu können, weil es so wichtig war, die Schweigepflicht zu wahren. Sie schaut dankbar auf ihre Zeit zurück. Es war eines vom Schönsten wenn man mit Schülern sprach und sich danach alles verändert hat. Wenn Frieden in die Klasse einzog oder Eltern glücklich nach Hause gingen. Die Samstage sind nun wieder frei. „Das Leben hat nun mehr Leichtigkeit bekommen.“