Unser Motto für das neue Schuljahr
17. September 2015

Schuljahresmotto

Bewegung gehört zum Leben

Dass sich insbesondere unsere Kinder gerne bewegen, ist allgemein bekannt und für mich als Lehrer offensichtlich. Eine gute Unterrichtsstunde zeichnet sich, nebenbei erwähnt, durch kognitive sowie durch physische Bewegung aus: Die Schülerinnen und Schüler werden an verschiedenen Stellen herausgefordert ihren Standpunkt zu verändern. So sind Verstehen, effektives Lernen und Behalten möglich.

Unser Motto: "CSH bewegt"

Diese Schule war schon seit jeher in Bewegung: Jährliche Projekte wie der etablierte Kroatienaustausch in der Realschule, SINUS im Fachbereich Mathematik in der Grundschule oder die innere Schulentwicklung z.B. mit der Umsetzung des neuen Bildungsplans 2016 sind Beispiele dafür. Damit wir aber aktiv in Bewegung sindmuss vorgedacht werden. Aktives Gestalten und gerichtete Bewegung ist von Nöten, um christliche Bildung sinnvoll in unserer heutigen Gesellschaft zu gestalten.

Bewegung braucht Kraft

Damit sich etwas bewegt ist, zumindest physikalisch gesehen, Kraft nötig. Die Eigenschaft von Kräften ist, dass sie beschleunigen und abbremsen, die Richtung ändern oder verformen. Wenn ich uns als Schule beobachte, fehlt es nicht an Kraft. Die ist häufig vorhanden. Die Frage ist, woher die Energie kommt, die diese Kraft bereitstellt.

Im 2. Timotheus 1,7 heißt es, Gott hat uns nicht den Geist der Furcht gegeben, sondern den Geist der Kraft und der Liebe und der Besonnenheit.“ In diesem Vers werden unter anderem drei Dinge klar:

Gott ist es, der uns mit Kraft, griechisch dynamis, ausrüstet. Die Vielzahl an Aufgaben kann „zu einem Berg“ anwachsen, der mächtig und immer mächtiger wird. Die Masse an Themen kann Angst machen und Mut nehmen. Gott sagt an der Stelle, dass er uns den Geist der Kraft gibt, „nicht den Geist der Furcht“. Er sagt, Sei nicht verzagt, ich rüste dich aus. Gott will Bewegung und rüstet uns mit seiner Kraft aus, die wir brauchen um unsere Aufgaben dieses Jahr zu bewältigen.

Wir alle wissen: Kinder können gnadenlos fordern und haben schier unendlich viel Energie. Sie zu führen, benötigt Kraft – als Eltern und als Lehrer. Gott gibt die Kraft dafür. Ohne ihn läuft man Gefahr auszubrennen oder inhaltsleer zu erziehen. Christliche Bildung in unserer heutigen Gesellschaft zu realisieren benötigt Kraft, denn es ist aktives Gestalten und gerichtete Bewegung gegen zeitgenössische Haltungen. Dazu gehören Bereiche, wie zum Beispiel die Einstellung zur Identität als Mann und Frau genauso wie der Umgang mit zeitgenössischen Medien. Mit Schülern – im Blick auf die Flüchtlingsfrage – Emphatie zu erlernen erfordert ebenso Kraft.

Liebe und Besonnenheit

Ein zweites ist, dass Gott Liebe gibt. Ein guter Lehrer zeichnet sich dadurch aus, dass er Liebe für die Schüler hat, welche sich in Empathie, Interesse und Wertschätzung darstellt. Gott, der von sich sagt, dass er Liebe ist, legt Liebe in uns Menschen hinein in Form von Annahme des Nächsten. Dort, wo wir Menschen annehmen, sie respektieren und nach Kräften unterstützen, lieben wir unseren Nächsten, wie es Jesus von uns erwartet. Diese Fähigkeit darf ich von Gott erbitten.

Ein Drittes, was in diesem Vers liegt ist, dass Gott Besonnenheit gibt. Vielleicht kannte Timotheus als Verfasser des erwähnten Verses den Lehrerberuf. Zumindest könnte man das gut in Verbindung bringen. Gott gibt mir Besonnenheit in Zeiten der Herausforderung. Besonnenes Handeln ist überlegtes Handeln. Besonnenheit hilft mehr als Aktionismus und ist für das Einsetzen von Kraft von grundlegender Bedeutung.

Die CSH hat mittlerweile einen renommierten Ruf. Ihre Arbeit steht für solide Persönlichkeiten und Werte. Mein Wunsch für unsere CSH ist, dass wir gesellschaftlich relevant und als Christen authentisch Schule machen. Dazu gebe uns Gott Kraft, Liebe und Besonnenheit.

Ich wünsche Ihnen ein erfülltes Schuljahr 2015/16.

Herzliche Grüße, Bodo Masuhr, Schulleiter