„Es ist so wichtig, dass Schulen den Blick über den Tellerrand in die Wirtschaft wagen,” so Alexander Urban, verantwortlich für Aus- und Weiterbildung an der IHK Hochrhein-Bodensee. Dass man das Siegel bekommt, sei nicht selbstverständlich, sondern “harte Arbeit.” In Baden-Württemberg haben sich dieses Jahr 137 beworben, 87 Schulen haben das Siegel bekommen.
Die CSH habe beschlossen das Wagnis mit BORIS einzugehen, so Juror und Laudator Hardy Ruppender bei der Überreichung des Siegels. Schließlich mussten Konzepte erarbeitet und alle Leistungen umfassend dokumentiert werden, damit man dem Ziel Nachhaltigkeit gerecht werden konnte: “Die Lehrplanmacher können sich garnicht vorstellen, wieviele zusätzliche Stunden außerhalb der regulären Unterrichtszeit dafür eingesetzt werden müssen.”
Die CSH könne mit Fug und Recht behaupten: Wir sind eine BORIS Schule! Der zusätzliche Enthusiasmus der Lehrer und ein gutes Zusammengehen mit den Eltern habe ihn, Ruppender, “einfach überzeugt.” Die CSH bereite auf das Leben vor und lasse neben rein fachlichen Kompetenzen auch Schlüsselqualifikationen entwickeln. Sie lasse Workshops, Schülerbibelkreise oder Gottesdienste von Schülern leiten, führe Klassenparlamente zu demokratischem Handeln durch. Planspiel Börse, Schulsanitäterausbildung oder die Ausbildung zum Streitschlichter sowie Knigge im Beruf seien Themen, die über dem Unterricht hinaus das Soziale “stetig und sehr schön” förderten, so der Juror. “Sehr anrührend” erlebte er das sogenannte “Kuschelkükenprojekt” im Fach Naturwissenschaftliches Arbeiten (NWA) in der fünften Klasse, in dem Schüler die Geburt und Aufzucht von sehr jungen Küken begleiten und erleben.
Auch die Begleitung der Schülers durch Pädagogen bei den Praktika habe ihn davon überzeugt, dass der Weg eines CSH-Schülers in das Berufsleben gelänge. Ein wachsendes Netzwerk von Bildungspartnern an der CSH sei darüberhinaus Garant für eine funktionierende Betriebsorientierung.
(geb)